Brandschutz

Brandschutz – eine elementar wichtige Sicherheitsmaßnahme an jeder Arbeitsstelle

Brandschutz ist vielfältig. Es gibt zahlreiche Mittel, wie man Brandfälle verhindern oder im Notfall schnell eingreifen kann, um potenzielle Schäden so klein wie möglich zu halten. Da Brandschutz eine essentielle Sicherheitsmaßnahme in jedem Büro darstellt, finden Sie neben unserem vielfältigen Büroartikel-Sortiment auch geeignetes Brandschutz-Equipment.

Was tun, wenn es brennt? Im Notfall richtig reagieren!

Brände kommen häufiger vor, als man denkt. Denn Brandursachen gibt es viele: Neben Fahrlässigkeiten mit offenem Feuer und unsachgemäßem Umgang mit Zigaretten und Gefahrenstoffen kommt es häufig auch zu Kurzschlüssen in Elektrogeräten und Kabelleitungen. Dennoch kommt ein Brand meist sehr überraschend. Im Ernstfall sind viele völlig überfordert und wissen nicht, was zu tun ist. Panik und Chaos verschlimmern die Situation unnötig und führen häufig zu vermeidbaren Zwischenfällen.

ODI von office discount

Kümmern Sie sich deshalb schon im Voraus um Brandschutz. Dazu gehört auch ein einsatzfähiger Feuerlöscher. Wir zeigen Ihnen, welcher Feuerlöscher für welchen Brand vorgesehen ist und worauf Sie beim Einsatz achten sollten.

Sollten Sie jemals an Ihrem Arbeitsplatz, Zuhause oder in einem anderen Gebäude einen Brand erleben müssen, kommt es in erster Linie nicht darauf an, aktiv Hilfe zu leisten, das Feuer zu löschen und anderen zu helfen. Dafür gibt es ausgebildete Feuerwehrleute. Viel wichtiger ist es daher, durch korrektes Handeln die Situation gut zu organisieren, schnell Hilfe zu rufen und die Ausbreitung des Feuers sowie Unfälle und Folgeschäden zu vermeiden.

Rüsten Sie sich für den Brandfall

Diese Brandschutz-Ausstattung sollte an jedem Arbeitsplatz gewährleistet sein:

  • Feuerlöscher
  • Feuerlöschdecke
  • Rauchmelder
  • Kohlenmonoxidmelder
office discount ODI mit Feuerlöscher

Wenn’s mal brennt: 10 Tipps für den Brandfall

  1. Ruhe bewahren! Hektik und Aufregung führen nur zu einer Massenpanik. Beruhigen Sie stattdessen ängstliche Kollegen.
  2. Lösen Sie den Feueralarm aus.
  3. Melden Sie den Brand schnellstmöglich über den Feuerwehrnotruf 112.
    Wichtig: Machen Sie genaue Angaben darüber, wer anruft, was wo passiert ist und wie viele Personen betroffen oder sogar verletzt sind.
  4. Bringen Sie sich selbst zu keinem Zeitpunkt unnötig in Gefahr.
  5. Verschaffen Sie sich einen Überblick und informieren Sie andere Mitarbeiter. Vielleicht haben manche Kollegen den Feueralarm nicht mitbekommen oder diesen als Probealarm aufgefasst.
  6. Verbringen Sie keine wertvolle Zeit damit Dinge zu suchen, die Ihnen wichtig sind. Sondern verlassen Sie schnell über die Fluchtwege das Gebäude.
  7. Schließen Sie beim Verlassen des Gebäudes die Fenster und Türen. Durch die Luftzufuhr breiten sich Rauch und Feuer sonst weiter aus.
  8. Verhalten Sie sich diszipliniert, rennen Sie nicht und benutzen Sie auch keine Aufzüge! Diese können außer Betrieb fallen und dadurch Menschen einschließen. In stark verrauchten Gebäuden sollten Sie gebückt gehen oder kriechen, da Rauch und Hitze nach oben steigen.
  9. Helfen Sie Personen, die sich in den betroffenen Gebäudeteilen nicht oder nicht so gut auskennen oder die körperlich schwächer sind. Die Rettung von Menschenleben geht der Brandbekämpfung vor!
  10. Registrieren Sie sich draußen unbedingt an den Sammelstellen.

Feuerlöscher

Ein Feuerlöscher ist nicht gleich ein Feuerlöscher. Hier gibt es einige Unterschiede und Feinheiten, auf die geachtet werden sollten. Je nach Brandklasse kommen nämlich unterschiedliche Feuerlöscher-Typen zum Einsatz.

  • Am meisten differenzieren sich die Löscher im Löschmittel. Gängige Löschmittel sind beispielsweise Pulver, Schaum, Wasser und Kohlenstoffdioxid.
  • Des Weiteren unterscheidet man zwischen Auflade- und Dauerdrucklöscher. Aufladelöscher werden aktiviert, sobald man die Treibmittelflasche öffnet. Dauerdrucklöscher hingegen stehen, wie der Name schon sagt, unter permanentem Druck und sind sofort einsatzbereit. Mit dem Kauf eines billigen Feuerlöschers haben Sie im Brandfall das ideale Löschmittel zur Hand.

Fachgerechte Benutzung von Feuerlöschern

Wenn es sich um einen kleinen Brand handelt, können Sie versuchen, das Feuer selbst bspw. mit einem Feuerlöscher zu löschen. Jedoch nur, wenn Sie damit weder Ihre eigene, noch die Sicherheit anderer in Gefahr bringen. Beachten Sie dabei stets folgende Hinweise, da Sie den Brand sonst verschlimmern können:

  • Berücksichtigen Sie die Windrichtung.
  • Halten Sie genügend Abstand.
  • Löschen Sie nicht die Flammen, sondern das Brandgut.
  • Löschen Sie Flächenbrände von vorne nach hinten.
  • Löschen Sie Tropf- und Fließbrände von oben nach unten.
  • Löschen Sie stoßweise.
  • Achten Sie auf Wiederentzündungen!
Feuerlöscher PD6GA von GLORIA

Für die fachgerechte Benutzung des Feuerlöschers noch ein kleiner Tipp:

Denken Sie an die einfache Formel P.A.S.S.

Pull (Ziehen), Aim (Zielen), Squeeze (Drücken), Sweep (Löschen)

  • Ziehen Sie den Sicherheitsstift vom Griff. Der Stift befindet sich oben auf dem Feuerlöscher. Sobald er entfernt ist, löst sich der Schließmechanismus und der Feuerlöscher kann entleert werden.
  • Zielen Sie mit der Düse des Feuerlöschers auf den Brandherd.
  • Drücken Sie langsam den Griff, um die Löschsubstanz zu entleeren. Die Entleerung wird durch das Loslassen des Griffs gestoppt, weshalb Sie ihn gedrückt halten sollten.
  • Löschen Sie mit einem Abstand von ca. 15 cm oberhalb des Feuers, bis es gelöscht ist. Die wischenden Bewegungen unterstützen den Löschvorgang. Stehen Sie dabei mehrere Meter von dem Feuer entfernt.

Brandklassen

Brandklassen dienen zur Klassifizierung aller brennbaren Stoffe und haben einen entscheidenden Einfluss auf die Wahl des richtigen Löschmittels bei der Feuerbekämpfung. Unsere Infografik zeigt Ihnen die Unterschiede der einzelnen Brandklassen, da die Wahl des falschen Löschmittels im Brandfall verheerende Auswirkungen haben kann. Jeder Feuerlöscher verfügt über ein Piktogramm, auf dem die jeweilige Brandklasse angegeben ist. Dieses Piktogramm zeigt Ihnen, ob der Feuerlöscher zum Löschen des jeweiligen Brandherdes geeignet ist.

Feuerlöscher-Infografik: Erklärt den Unterschied zwischen dem verschiedenen Feuerlöscher-Typen

Brandklasse A

In die Brandklasse A fallen alle festen Stoffe, die vorwiegend in der Natur vorkommen. Diese Stoffe brennen meist unter Glutbildung, so dass ein Löschmittel eingesetzt werden muss, das nicht nur die Flammen bekämpft, sondern auch die Glut ablöscht. Hierzu eignet sich Wasser sehr gut oder aber Feuerlöscher, die mit Schaum oder Pulver befüllt sind. Pulverlöscher sollten jedoch lediglich als ABC-Löscher zum Einsatz kommen, da sie ein Glutbrandpulver enthalten.

Zur Brandklasse A zählen:

  • Holz
  • Kohle
  • Textilien
  • Papier
  • einige Kunststoffe
  • Heu und Stroh
  • Faserstoffe.

Brandklasse B

In die Brandklasse B fallen alle flüssigen, brennbaren Stoffe sowie Stoffe, die aufgrund der Wärmeeinwirkung flüssig werden. Dazu gehören:

  • Benzin
  • Öle und Fette
  • Farben und Lacke
  • Alkohol
  • PVC
  • Wachs
  • Teer
  • Harz
  • zahlreiche Kunststoffe

Stoffe der Brandklasse B brennen ausschließlich mit Flammen und erzeugen keine Glut. Diese Stoffe werden durch das Löschmittel erstickt. Hierzu kann eine Löschdecke verwendet werden oder aber Schaum-Feuerlöscher, ABC-Feuerlöscher, Feuerlöscher mit BC-Pulver sowie CO2-Löscher (Kohlenstoffdioxid).

Brandklasse C

Unter die Brandklasse C fallen alle brennbaren Gase wie:

  • Propan
  • Methan
  • Stadtgas
  • Erdgas
  • Butan
  • Ethin (Acetylen)
  • Wasserstoff

Sie produzieren keine Glut, sondern verbrennen ausschließlich unter Flammenbildung. Bei Gasbränden gilt es zu beachten, dass diese sich nicht mit Wasser, Schaum oder Kohlenstoffdioxid (CO2) löschen lassen und somit als Löschmittel völlig unbrauchbar sind. Als Löschmittel eignen sich Feuerlöscher mit ABC-Pulver und BC-Pulver.

Brandklasse D

Brände der Brandklasse D kommen im Alltag nur sehr selten vor, da es sich hierbei um Brände von brennbaren Metallen handelt, wie z.B.:

  • Aluminium
  • Magnesium
  • Natrium
  • Kalium
  • Lithium

Metallbrände der Brandklasse D dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden, da sich das Wasser bei den hohen Temperaturen in Wasserdampf und Sauerstoff spalten würde, was eine Knallgasbildung mit hoher Explosionsgefahr zur Folge hätte. Metallbrände werden ausschließlich mit speziellem Metallbrand-Pulver, trockenem Sand, trockenem Zementpulver oder trockenem Streu- oder Viehsalz gelöscht.

Brandklasse F

Zur Brandklasse F gehören Brände von Speisefetten und Speiseölen, die typischer Weise im Alltag häufig in Küchen auftreten. Bei überhitztem Speisefett und Speiseöl besteht eine hohe Rückzündungsgefahr, was nicht selten zu schweren Verletzungen führt.  Fettbrände dürfen auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden, da Wasser leichter ist als brennendes Fett. Bei einem Löschversuch mit Wasser würde das Löschwasser schnell im brennenden Fett absinken und verdampfen. Der entstehende Wasserdampf würde schlagartig nach oben schießen und das heiße Fett mit sich reißen, wobei eine Stichflamme entsteht.
Fettbrände werden grundsätzlich erstickt, wobei das schnelle Abdecken mit einem Metalldeckel am ehesten geeignet ist. Die Kochplatte sollte sofort abgeschaltet werden und die Feuerquelle, wenn möglich, von der Platte geschoben werden. Am besten eignen sich so genannte Fettbrandlöscher, die mit einem speziellen Löschmittel befüllt sind, das für eine Verseifung der brennenden Flüssigkeit sorgt.

office discount Maskottchen Odi mit einem Feuerlöscher

Aufbewahrung

Hat man endlich einen passenden Feuerlöscher gefunden, steht man schon vor dem nächsten Problem: Wohin damit? Es macht keinen Sinn den Feuerlöscher in einer Ecke im Keller zu verstecken, denn im Notfall muss der Feuerlöscher in kurzer Zeit griffbereit sein. Unsere Tabelle zeigt Ihnen die verschiedenen Vor- und Nachteile der Aufbewahrungsmöglichkeiten.

  Vorteile Nachteile
Feuerlöscherbox
  • Feuerlöscher ist vor Stößen geschützt
  • Aufbewahrungsort gut erkennbar
  • immer grio
  • Montage notwendig
  • benötigt viel Platz
FeuerWandhalterung
  • Feuerlöscher befindet sich immer am selben Platz
  • gut sichtbar
  • nicht geschützt
  • Montage notwendig

Feuerlöscher-Ständer

  • flexibel platzierbar
  • geringes Gewicht
  • keine Montage notwendig
  • Feuerlöscher im Notfall nicht auffindbar, da er keinen festen Platz hat
  • kann leicht umgeworfen und beschädigt werden

Feuerlöscher IconUnabhängig davon, für welche Variante Sie sich entscheiden, empfehlen wir, einen Hinweis auf dem Möbelstück zu platzieren, in dem sich der Feuerlöscher befindet. So weiß jeder Bescheid und kann im Ernstfall schnell handeln!

Wartung und Prüfung

Warum muss der Feuerlöscher gewartet werden?

Im Ernstfall ist ein Feuerlöscher unverzichtbar. Dieser sollte im Brandfall selbstverständlich zuverlässig funktionsfähig sein, da sowohl die Rettung von Menschenleben als auch der Erhalt von Sachwerten von ihm abhängt. Bei der Wartung steht die ordnungsgemäße Funktion des Feuerlöschers im Vordergrund, aber auch die Sicherheit des Benutzers, da ein defekter Feuerlöscher eine Gefahr darstellen kann. Aus diesem Grund ist es immens wichtig, die Feuerlöscher-Wartung gemäß den Vorschriften durchführen zu lassen.

Wie oft muss der Feuerlöscher gewartet werden?

In der Regel muss die Überprüfung vor Ablauf von zwei Jahren erfolgen. Das genaue Datum der nächsten Wartung können Sie auf der Prüfplakette auf Ihrem Feuerlöscher ablesen.

Wer ist für die Prüfung von Feuerlöschern zuständig?

Die Funktionstüchtigkeit kann ausschließlich durch eine regelmäßige, fachgerechte Prüfung, Wartung und Instandhaltung durch Sachkundige sichergestellt werden. Setzen Sie sich hierzu mit einem Brandschutz-Experten vor Ort in Verbindung. Wenn Sie nicht sicher sind, an wen Sie sich wenden können, hilft auch die örtliche Feuerwehr weiter.

Beachten Sie, dass auch Feuerlöscher, die lediglich für einen kurzen Augenblick betätigt wurden, umgehend von einem Fachbetrieb wieder gewartet und einsatzbereit gemacht werden müssen!

Feuerlöschdecke und Löschsprays

Diese zwei Löschmittel zählen zu den Kleinlöschgeräten und können durch ihre Handlichkeit super transportiert werden. Feuerlöschdecken bestehen meistens aus Glasfasergewebe.

Rauchmelder

Als weitere Brandschutzmaßnahme finden Rauchmelder ihren Einsatz. Besonders in der Nacht oder in schwer kontrollierbaren Räumen können Rauchmelder zum Lebensretter werden. Werden definierte Grenzwerte von Kohlenstoffmonoxid bzw. -dioxid überschritten, dann löst der Brandschutzmelder ein Warnsignal aus. Die Lautstärke des Warnsignaltons liegt etwa bei 85 Dezibel. Funkrauchmelder umfassen im Schnitt eine Lebensdauer von 10 bis 12 Jahren. Kohlenmonoxidmelder sind speziell dafür ausgelegt, um vor erhöhten C0-Werten in der Luft zu warnen. Da Kohlenmonoxid ein unsichtbares und geruchloses Gas ist, empfiehlt es sich einen CO-Melder zum Schutz vor Vergiftung zu installieren. In unserem Online-Shop können Sie günstige Rauchmelder bestellen. Die meisten Rauchmelder werden mithilfe von Batterien betrieben.

Mit einem günstigen Magnet-Befestigungs-Set aus unserem Angebot können Sie elegant und ohne Werkzeug Ihren Rauchmelder montieren.

Wie leiste ich Erste Hilfe bei Brandverletzungen?

Haben Sie selbst oder Kollegen sich Wunden durch den Brand zugezogen, ist eine entsprechende Versorgung äußerst wichtig.

  • Den Betroffenen ansprechen, beruhigen.
  • Den Notruf 112 rufen.
  • Kleinflächige Verbrennungen können zur „gefühlten“ Schmerzlinderung sofort mit möglichst fließendem Wasser gekühlt werden. Das Kühlen ist in jedem Fall auf die verbrannte Körperstelle zu begrenzen.
  • Im Gesicht kann mit feuchten Tüchern gekühlt werden, wobei die Atemwege immer freigehalten werden müssen.
  • Größere Wunden und Verbrennungen sollten Sie unbedingt nur von einem Arzt versorgen lassen. Legen Sie bis dahin nur sterile Verbände ohne Salben, Gelees oder Sprays auf.
  • Brandwunden locker und keimfrei bedecken (z. B. mit einem Verbandtuch).
  • Reißen Sie keine festklebende Kleidung vom Körper ab und öffnen Sie keine Brandblasen.
  • Für den Wärmeerhalt den Betroffenen zudecken.
  • Den Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen.
  • Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beruhigen, betreuen, trösten und beobachten, wiederholt Bewusstsein und Atmung prüfen.
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